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Claire Voyant - Lustre

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Art.Nr.: mind139
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Lustre

1. Lustre
2. Shine
3. Into Oblivion
4. Another Day (A Subtle Thief Of Youth)
5. Mercurial
6. Painted Gold
7. Lost
8. Flicker
9. Broadcast
10. Washaway

Zeit ist das Empfinden von Vergänglichkeit; mit ihr verläuft der stetige Wechsel von Vergangenheit zu Zukunft, von Gewissheit zu Ungewissheit. Und weil die Wahrnehmung dieses Wechsels die Menschen seit den frühesten Kulturen beschäftigt, gibt es auch den uralten Wunsch, Gewissheit für die Zukunft zu erlangen. Für die Wissenschaft gilt nur die Realität, die sich als Fall eines Gesetzes darstellen und unter genau definierten Bedingungen beliebig wiederholen lässt.

Hellseher (auch: clairvoyant, clearvision) dagegen, versuchen seit jeher einen Schritt weiter zu gehen, haben allerdings nie behauptet, mit der Genauigkeit kommunizierender Röhren oder des Gravitationsgesetzes dienen zu können.

Eine vierköpfige Band aus Sacramento um die Sängerin Victoria Lloyd nennt sich nun Claire Voyant. Ein Wortspiel um den Begriff Hellsehen (französisch: clairvoyant), angelehnt an einen Comic im Amerika der 1940er Jahre, der diesen Namen trug und damals für einiges Aufsehen sorgte. Und so wie Claire Voyant  keine Sängerin ist, wie man erst annehmen könnte, sondern sich hinter dem Mikrofon Victoria Lloyd verbirgt, so hiess die Heldin der Comics in Wirklichkeit “Die Schwarze Witwe“.

Claire Voyant führen uns mit ihrem Album “Lustre“ auf eine Reise durch ihre traumhafte musikalische Welt. Victorias angenehme Stimme ist nahezu immer präsent und leitet durch Kompositionen aus flächigen Keyboardmelodien und einer Gitarre mit viel Chorus und Echo Effekten, die aber trotzdem immer angenehm dezent und zart bleibt. Überhaupt wirkt alles nie überladen, obwohl der Raum stets mit klaren und warmen Sounds bis obenhin und bis in alle Ecken gefüllt ist.

Schon nach den ersten vier Titeln stellt man sich die folgende Frage:
Wo waren sie eigentlich hin, die Alben, die man komplett durchhören kann, ohne dass es langweilig oder sogar anstrengend wird, in die man „sich reinsetzen kann“, wie man einst sagte? In den Achtzigern gab es noch wunderbar hörenswerte atmosphärische Komplettwerke, zum Beispiel mittels Labels wie 4AD (u.a. Cocteau Twins und  This Mortal Coil) und Cramned Discs (u.a. Bel Canto und Colin Newman)

Dies wich leider in den Neunzigern der Unsitte "Künstler hat einen Hit und wir basteln mit zum Teil belanglosem Füllwerk ein Album drum herum und daraus". Damit keine Missverständnisse entstehen, hier geht es nicht um irgendein 80er Revival, sondern um die Rückbesinnung zu Songstrukturen, die flächenreiche und kristallklare Lieder mit Melodien und hervorragendem Gesang bieten.

"Lustre" ist endlich einmal genau wieder so eine lang vermisste CD, die die Skipfunktion am Player völlig überflüssig macht. Hier braucht man nicht auf den Hit zu warten - Das Album ist es selbst in sich! Man drückt auf Start, setzt sich rein und fühlt sich zu Hause.


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