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Demo Policy

Wie schicke ich ein Demo zu Dependent?

Generell kann uns jeder ein Demo schicken, aber es sollte schon Musik sein, die mehr oder weniger unserem Labelprofil entspricht. Wir fächern unser Labelprofil bewusst etwas breiter, aber ist im Zweifel auf jeden Fall gut, so was mit unserem Angebot auf der Website gegenzuchecken.

Wir konzentrieren uns auf elektronischen Industrial. Eine Gitarre ist prinzipiell kein Hindernis, aber die Musik sollte schon vornehmlich elektronisch sein, und einen gewissen Underground-Appeal haben, also kein Reggae, Jazz, New Metal (alles schon passiert!), etc., Ihr wisst schon was ich meine...

Nächste wichtige Sache ist die Anzahl und Auswahl der Tracks. Es sollten irgendwas zwischen drei bis fünf Tracks sein, nicht mehr, nicht weniger. Darunter sollten natürlich eure stärksten Tracks sein, aber die Auswahl sollte auch ein wenig eure Bandbreite repräsentieren. Auch wenn ihr 10x mehr Material habt, so bitte ich euch trotzdem nur maximal 5 Tracks zu schicken, wenn ihr uns mit denen nicht überzeugt, werden es die restlichen 30 es auch nicht können.

Extrem wichtig: Bitte schreibt eure E-Mail Adresse/Telefonnummer auf jeden Fall nicht nur auf den Umschlag, sondern auch in das CD-Booklet und auf die CD selbst. Stellt euch meinen Schreibtisch als riesigen Bombeneinschlagskrater vor, gefüllt mit Musikdemos an jeder Ecke. Es ist mein ewiger A&R-Albtraum eines Tages ein Hammerdemo zu bekommen, bei dem Bandname und Kontakt nur auf dem beiliegenden Info oder gar nur auf dem Briefumschlag notiert war, und Demo und Bandname nach dem Auspacken nicht mehr in Verbindung bringen zu können, ich habe also ein Hammerdemo bekommen, kann aber niemanden kontaktieren. Ich wache mindestens zweimal die Woche, von dieser Horrorvorstellung träumend, schweißgebadet auf. (Vielleicht zentriert sich der Albtraum auch auf den den Zustand meines Schreibtisches).

Im Ernst: Eure E-Mail und auch eure Telefonnummer gehört überall drauf, auf die CD, das beiliegende Info Sheet und auch in das CD Booklet. Oder sie wird vielleicht auf ewig in meinem Bombenkrater verschwinden.


Feedback

Ich kann nicht auf jedes Demo welches ich erhalte, ein Feedback schreiben. Normalerweise höre ich das Demo innerhalb sechs Wochen nach Erhalt, oftmals auch wesentlich schneller. Es kann durchaus sein, dass ich auf interessante Demos ein paar kleine Tips zurückschreibe, ohne dass ich sie direkt unter Vertrag nehme, aber ich schlage dann häufig vor, mir in einem halben Jahr noch mal was zu schicken. Gruppen wie Seabound wurden erst Jahre nach ihrem ersten Demo unter Vertrag genommen, und das hört man meiner Meinung nach auch am Debut, dass das Feilen sehr viel Sinn gemacht hat. Wenn mich das Demo richtig umhaut rufe ich meistens direkt an, aber das passiert sehr selten.

Und wenn mir das Demo überhaupt nicht gefällt, wandert es meistens sofort in den Papierkorb, also erwartet nicht, dass ich irgendetwas wieder zurückschicke.

Jedes Demo wird normalerweise mindestens zweimal gehört, manchmal wesentlich öfter. Bei einigen Demos ist aber bereits nach einem Mal Hören klar, dass ich es mies finde, dann tue ich mir so was auch nicht noch ein weiteres Mal an.

Und wenn ihr ca. 4 Wochen nach Absendung mal nachfragen wollt, ob das Demo schon angehört würde, seid nicht sauer, wenn ihr eine Antwort bekommt wie Ja, an den Namen kann ich mich erinnern, aber an die Musik nicht mehr, denn ich höre 3-5 Demos täglich, das sind in einem Monat schon mal über 100 Demobänder.


Bandbilder, Info und Coverdesign

Diese Sachen sind eigentlich zunächst sekundär für uns, es sei denn Ihr meint, dass Sie wirklich zur Qualität des Gesamtergebnisses beitragen. Wenn ihr ein schlechter Coverdesigner seid, dann braucht ihr auch kein Cover zu machen, und wenn ihr Nichts zum Info zu schreiben wisst, dann braucht ihr euch auch keinen Roman abzuquälen. Dass ihr euch 1998 beim Schulsportfest der Gesamtschule Hamminkeln-Süd getroffen habt, interessiert uns auch nur marginal. Wenn dem Demo aber ein interessanter Background zugrunde Liegt, dann kann es durchaus hilfreich sein diese Geschichte auch dem Info beizulegen, und wenn euer Schwager als preisprämierter Grafiker schon ein tolles Cover gemacht hat, kann das auch nicht schaden. All diese Sachen werden aber keine gute Musik ersetzen können, das ist immer das Rückgrat für jegliche Zusammenarbeit mit einem Label.


Kritik und Tipps

Bitte seid euch im Klaren, dass ihr meist ein schonungslos ehrliches Urteil bekommen werdet, egal wie gut eure Kumpel, Freundinnen oder Verwandtschaft euer Demo finden. Das wird nicht polemisch ausfallen, nicht nur in diesem Falle wollen wir uns von Deutschland sucht den Superstar abgrenzen, aber kritikfähig solltet ihr schon sein. Ihr werdet hier schließlich nicht mit anderen Demobands verglichen, sondern mit anderen guten Veröffentlichungen von professionellen Bands, und dagegen muss euer Demo bestehen können. Die Produktion, also die Klangqualität, ist sekundär, solange die Ideen des Tracks gut rüberkommen, aber eine gute Klangqualität kann andererseits nie schaden. Trotzdem ist sie nicht Vorraussetzung für ein positives Feedback. Woran man allerdings nicht sparen sollte, ist der Gesang. Der häufigste Fehler bei einer Demozusendung ist der, dass auf den Gesang zu wenig Wert gelegt wird. An jedem Track hat man monatelang gefeilt, aber dann kommt in der letzten halben Stunde noch mal eben der Gesang drüber, und das hört man immer. Man kann an einem Demo fast alles verbessern, wir erwarten nicht, dass ihr euch aufnahmetechnisch mit einer "Northern Lights" von Covenant messen könnt, aber der Gesang ist das einzige Instrument, bei dem überall Chancengleichheit herrscht, und bei dem man weder Geld noch teures Equipment braucht, um ihn gut hinzubekommen. Wir haben nur einmal auf ein Demo gepasst, bei dem uns der Gesang sehr gut gefallen hat, der instrumentale Teil aber zu schwach war, aber anders herum war das schon hunderte Male passiert. (Und nur für die Akten: dieses eine Mal war auch ein Fehler, es waren nämlich Mesh gewesen.) Also: Der Gesang ist immens wichtig, denn ein schlechter Gesang kann einen guten Track wirklich ruinieren, ein guter Gesang kann aber so manchen durchschnittlichen Track noch rausreißen.


Instrumental?

Instrumentaldemos haben es sehr schwer bei uns, vor allem dann, wenn eigentlich noch später Gesang draufkommen sollte. In diesem Falle würde ich euch eh raten, das Demo erst dann zu schicken, wenn auch Gesang drauf ist. Sollte die Musik eh instrumental belieben sollen, hören wir uns das gerne an, aber das Demo welches mich instrumental vom Hocker gehauen hat, ist hier noch nicht eingetrudelt (aber einige waren schon recht dicht dran).

 

So weit so gut, Ihr seht vielleicht, dass wir uns die Auswahl von Newcomerbands nicht wirklich leicht machen. In letzter Konsequenz ist es aber immer irgendein persönlicher Geschmack der entscheidet, deswegen sollte man nie aufgeben, wenn man ernsthaft an einem Schallplattenvertrag interessiert ist. Aber wenn ihr das Demo wie beschrieben einschickt, optimiert ihr auf jeden Fall die Chancen für eine zügige Bearbeitung und Beurteilung.

 

Viele Grüße,
Stefan Herwig

 

 

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